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Der Vers zur Jahreslosung 2019 und ein paar erste Gedanken....

Veröffentlicht am 24.07.2018

Jahreslosung 2019 - Der ganze Vers

Als Text zur Jahreslosung 2019 wurde von der ÖAB ja ein Vers ausgesucht, der in den Psalmen zu finden ist. Genau genommen steht ja die Aussage zur Jahreslosung 2019 in Psalm 34,15: "Suche Frieden und jage ihm nach!"

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Was ging Ihnen als erstes durch den Kopf, als Sie gehört haben, dass diese Aussage die Jahreslosung für das Jahr 2019 sein wird? War es die Freude, dass wir in solch einer friedlosen Zeit und Welt ja genau solch eine fast politisch klingende Aufforderung sehr gut gebrauchen können? Oder hatten Sie vielleicht eher Szenen im Sinn, die die zwischenenschliche Ebene betrafen, wo wir auch da als Menschen immer wieder erleben müssen, wie schnell doch der Friede zwischen Menschen in Gefahr geraten und Streit aufkommen kann?

Mir kamen da auch gleich die unterschiedlichsten Aspekte in den Sinn, wo dieser Vers überall relevant sein und relevant werden könnte! Allderdings änderten sich meine innern Vorstellen da direkt grundlegend, als ich in aller Ruhe mit meine gute alte Lutherbibel schnappte und dann fast insLuftschnappen geriet. Denn, anders, als es auf den ersten Blick von der Textauswahl des ÖAB scheinen mag, ist die Aussage der Jahreslosung 2019 viel, viel persönlicher vom Ursprung her gedacht, als es durch die um 50% verkürzte Wiedergabe denn zunächst rüberkommen mag!

 Denn lese ich den gesamten Vers 15, dann beginnt dieser Vers nicht sofort mit dem Imperativ bezüglich der Friedenssuche und -Jagd, sondern mit etwas anderem! Dieser Vers 15 fordert noch vor dem Ausspruch im Hinblick auf den Frienden den Leser und damit jeden von uns ganz persönlich auf, was sich im Lutherdeutsch erst ein mal nach "starkem Tobak" anhört: Hände weg vom Bösen; her auf mit bösen Dingen/Verhalten! Oder eben, wie es da in Vers 15 im ersten Versteil formuliert steht: Lass ab vom Bösen und tue Gutes! Aha, das lässt scho um einiges tiefer blicken, wie denn überhaupt die Suche und die Jagd nach dem Frieden gestaltet sein soll und gelingen kann: Indem ich anfange Dinge sein zu lassen, die nach Gottes Maßstäben "böse" sind, und gleichzeitig das freiwillig und von Herzen mache, was Gott mit dem Label "gut" versehen hat. Ui, das zeigt sehr flott, wie sehr die Aussage des Jahreslosungstextes nicht einfach ein allgemeiner Apell für den Frieden ist, sondern, dass er eigentlich einenen höchstpersönlichen "Aktionsplan für den Frieden" enhält.

Doch lässt der noch weitere Zusammenhang der Aussage zur Jahreslosung noch eine wunderschhön überraschende Fülle dessen erkennen, wovon denn dieser "Friendesapell" noch und vor allem wohinein er eingebettet ist: In einen Lebensplan, der beschreibt, wie denn ein Leben überhaupt gelingen und damit das Prädikat "echtes Leben" mit tollen Tagen überhaupt erhalten kann! Lassen Sie uns hierzu zwei Verse vor den Jahreslosungsvers zur Jahreslosung 2019 springen, wo wir den Schlüssel finden!Was lesen wir nämlich in dem Vers 13? Der Autor dieses Psalms (König David) stellt da die Frage, wer denn bitteschön "das Leben sehen" und "schöne Tage erleben möchte ("Begehrt"),  was der denn hierzu machen soll. Und die Antwort(en) hierzu gibt er im Anschluss in den dann folgenden Versen!

Lesen Sie doch bitte selbst diese Verse durch und kommen auch Sie ins Staunen, in welch eine tolle Fülle, denn die Aussage der Jahreslosung 2019 denn eigentlich eingebettet ist. Und dass die eigentliche Fülle des Jahresloungstextes sich erst dann wirklich näher zur erschließen beginnt, wenn man den Text in seinem Zusammenhang liest!

So schade, dass die ÖAB immer wieder als "Jahreslosungsvers" nicht wirklich einen ganzen Vers rausgreift, sondern nur einen kleinen Teil, der aber zum Teil nicht unerheblich in seinem Sinn und in seiner Aussagekraft entstellt oder doch zumindest stark abgeschwächt wird. Das mißfällt uns, wenn damit dem Leser der Jahreslosung Aussagen aus der Bibel in diesem Sinne nur verändert weiter gegeben werden. Aber, das Tolle und Geniale ist, dass mit jeder Predigt und Andacht zur Jahreslosung dann die "volle gute Dröhnung" an Inhalt dem Zuhörer erschlossen und weitergegeben werden kann! Dazu möchten wir sehr herzlich ermutigen!

Was sind Ihre Gedanken hierzu? Wir freuen uns sehr auf Ihre Rückmeldungen!

Herzlichst

Ihr Henning Schneider, Verlagsinhaber

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